Ruten und Rollen pflegen: Salz, Sand und Feuchtigkeit im Griff
Ausrüstung geht selten am Fisch kaputt, sondern im Kofferraum und in der Garage. Salz kriecht in Lager, Sand schmirgelt Ringeinlagen, Feuchtigkeit im geschlossenen Futteral setzt Korken und Metall zu.
Nach dem Salzwasser: spülen, trocknen, prüfen
Spülen Sie Rute und Rolle nach jedem Küstentag mit lauwarmem Süßwasser ab, ohne harten Strahl direkt auf das Rollengehäuse. Trocknen Sie beides bei Zimmertemperatur, nie auf der Heizung und nie in der prallen Sonne. Fahren Sie anschließend mit einem Wattestäbchen durch jede Ringeinlage; hängen Fasern, ist die Einlage gerissen und schneidet Schnur.
Rolle warten: Bügel, Schnurlaufröllchen und Fett
Das Schnurlaufröllchen ist das am stärksten belastete Teil einer Stationärrolle. Einmal pro Saison abschrauben, reinigen, mit einem Tropfen dünnem Öl versehen und wieder montieren. Die Rollenbremse verträgt kein Öl; für Bremsscheiben ist ausschließlich das vom Hersteller vorgesehene Fett zu verwenden.
Ein festsitzendes Schnurlaufröllchen kostet mehr Schnüre als jeder Hänger. Es ist die günstigste Wartung überhaupt.
Lagerung: Futteral offen, Bremse gelöst
Lagern Sie Ruten liegend oder senkrecht in einem trockenen Raum, nicht dauerhaft im geschlossenen Neopren. Lösen Sie die Bremse vollständig, damit die Scheiben nicht über Monate zusammengepresst werden. Geflochtene Schnur verliert im Winter kaum Eigenschaften, monofile Schnur wird spröde und sollte jährlich getauscht werden.
Eine Routine für zehn Minuten nach jeder Tour:
- Schnur die letzten fünf Meter durch die Finger ziehen und auf Rauheit prüfen.
- Ringe mit weichem Tuch abwischen, Sand entfernen.
- Rollenfuß und Rutenhalterung säubern, Salzreste abspülen.
- Nasses Zubehör aus der Tasche nehmen und getrennt trocknen.
Für Reparaturen an Blank und Rollenachse lohnt der Weg zum Fachbetrieb; Eigenversuche kosten häufiger als die Instandsetzung.