Funktionskleidung am Wasser: Wathose, Jacke und Lagensystem

Rubrik
Ausrüstung & Pflege
Veröffentlicht am
15. Juli 2026
Lesezeit
5 Min.
Funktionskleidung am Wasser: Wathose, Jacke und Lagensystem
Neopren oder atmungsaktiv, drei Schichten statt einer dicken Jacke, und wie Imprägnierung ihre Wirkung zurückbekommt.

Am Wasser steht man still, oft stundenlang, häufig im Wind. Kleidung entscheidet deshalb stärker über die Länge eines Angeltags als jede andere Ausrüstung.

Wathose auswählen: Neopren oder atmungsaktiv

Neopren isoliert von sich aus und ist im Winter angenehm, wird aber ab etwa fünfzehn Grad Lufttemperatur zur Sauna. Atmungsaktive Modelle aus mehrlagigem Laminat transportieren Feuchtigkeit nach außen und werden über das Lagensystem darunter an die Temperatur angepasst. Für ganzjährigen Einsatz ist die atmungsaktive Variante mit passenden Unterlagen die flexiblere Wahl. Achten Sie auf die Nahtverarbeitung, dort entstehen die ersten Undichtigkeiten.

Jacke und Lagen: drei Schichten statt einer dicken

Die Basisschicht liegt eng an und transportiert Feuchtigkeit, am besten aus Merinowolle oder Kunstfaser, niemals aus Baumwolle. Die Mittelschicht isoliert, etwa Fleece oder eine dünne Kunstfaserjacke. Die Außenschicht schützt vor Wind und Regen und muss winddicht sein, sonst kühlt der gesamte Aufbau aus.

Ein Fehler reicht: Baumwolle unter der Wathose. Danach frieren Sie den ganzen Tag, egal wie gut die Jacke ist.

Pflege: Imprägnierung, Trocknen und Reparatur

Wasserdichte Kleidung verliert ihre Wirkung nicht am Material, sondern an der äußeren Imprägnierung. Perlt Wasser nicht mehr ab, hilft eine Wäsche mit Spezialwaschmittel und anschließendes Nachimprägnieren. Trocknen Sie Wathosen mit umgestülptem Innenfutter, sonst bleibt Restfeuchte über Wochen im Material.

Vier Punkte, die den Unterschied machen:

  • Wathose nach jedem Einsatz innen und außen trocknen lassen.
  • Undichte Stellen mit Reparaturkleber sofort schließen, kleine Löcher wachsen.
  • Handschuhe mit umklappbaren Fingerkuppen für kalte Tage einpacken.
  • Eine trockene Ersatzgarnitur bleibt im Auto, immer.

Warme, trockene Kleidung ist auch ein Sicherheitsfaktor. Auskühlung setzt schneller ein als die meisten erwarten, besonders nach einem Sturz in kaltes Wasser.

Geschrieben von
Die Redaktion
Rubrik
Ausrüstung & Pflege
04

Aus derselben Rubrik