Laufbleimontage binden: Aufbau, Bleigewicht und Vorfachlänge
Die Laufbleimontage ist die Grundausstattung des Ansitzangelns: schnell gebunden, robust und an fast jedem Gewässer einsetzbar. Ihr Prinzip ist simpel. Das Blei liegt am Grund, die Schnur läuft frei hindurch, der Fisch spürt beim Aufnehmen des Köders zunächst kaum Widerstand.
Laufblei richtig aufbauen: die Reihenfolge auf der Schnur
Von der Rute aus gesehen folgt zuerst das Laufblei oder ein Wirbel mit Bleiclip, dann eine Gummiperle als Knotenschutz, danach der Wirbel, an dem das Vorfach hängt. Die Perle verhindert, dass das Blei bei jedem Wurf auf den Knoten schlägt. Prüfen Sie nach fünf bis zehn Würfen die letzten dreißig Zentimeter der Hauptschnur mit den Fingern auf Rauheit.
Bleigewicht wählen: 20 bis 80 Gramm nach Strömung
Im Stillwasser reichen 20 bis 40 Gramm, um die Montage bei Seitenwind an Ort zu halten. In einem Fluss mit spürbarer Strömung sind 60 bis 80 Gramm realistisch, an stark strömenden Abschnitten auch mehr. Ein zu leichtes Blei wandert langsam ab und verhakt sich irgendwann; ein deutlich zu schweres reduziert die Wurfweite ohne Gewinn.
Ich fange lieber mit zwanzig Gramm zu viel an. Ein wandernder Köder kostet mehr Zeit als jeder Wurf.
Vorfachlänge anpassen: 25 bis 80 Zentimeter
Auf hartem, sauberem Kies genügen 25 bis 40 Zentimeter. Über weichem Schlamm oder feinem Kraut sind 60 bis 80 Zentimeter besser, damit der Köder nicht einsinkt. Bei vorsichtigen Bissen verlängern, bei häufigen Fehlbissen kürzen.
Eine kurze Kontrollliste vor dem ersten Wurf:
- Knoten angefeuchtet und langsam zugezogen.
- Perle zwischen Blei und Wirbel vorhanden.
- Hakenspitze am Daumennagel geprüft.
- Bremse eingestellt, Rutenhalter fest im Boden.
Welche Montagen und Hakenformen erlaubt sind, regelt die Gewässerordnung. In einigen Bundesländern bestehen zusätzliche Vorgaben, etwa zu Widerhaken oder zur Zahl der Ruten.