Sicherheit am Wasser: Waten, Rutschgefahr und Gewitter
Die meisten Zwischenfälle am Wasser entstehen aus Routine, nicht aus Wagemut. Drei Situationen tauchen in Unfallberichten immer wieder auf: Waten in unbekanntem Grund, Ausrutschen an befestigten Ufern und Gewitter mit langer Rute in der Hand.
Waten mit Plan: Wathose, Gürtel und Stock
Ziehen Sie den Watgürtel oberhalb der Hüfte fest an. Er verhindert, dass die Hose bei einem Sturz voll Wasser läuft, und verschafft entscheidende Sekunden. Ein Watstock ersetzt das dritte Bein und tastet den Grund ab, bevor das Gewicht darauf liegt. Bewegen Sie sich seitlich zur Strömung, nie mit dem Rücken dazu, und bleiben Sie in Fließgewässern unterhalb der Kniehöhe, solange Sie den Abschnitt nicht kennen.
Rutschgefahr am Ufer: Algen, Steinpackungen und Stege
Grüner Belag auf Wasserbausteinen ist so glatt wie nasses Eis. Filzsohlen oder Profilsohlen mit Metallstiften helfen, ersetzen aber keine Vorsicht. Auf Holzstegen ist der erste Schritt am Morgen der gefährlichste, weil Tau und Frost sich dort halten.
Ich bin einmal auf drei Metern Steinpackung ausgerutscht. Seitdem trage ich am Wasser nie wieder Turnschuhe.
Gewitter und Kohlefaser: wann die Rute aus der Hand gehört
Kohlefaser leitet Strom. Eine aufgestellte Rute am offenen Ufer ist bei Gewitter das höchste Objekt in der Umgebung. Zählen Sie die Sekunden zwischen Blitz und Donner: unter dreißig Sekunden bedeutet weniger als zehn Kilometer Entfernung, und dann gehört die Rute flach auf den Boden und Sie in das Auto oder einen festen Unterstand.
Vier Punkte, die vor jeder Tour geklärt sein sollten:
- Wetterbericht mit Windrichtung und Gewitterneigung gelesen.
- Jemand weiß, an welchem Gewässer Sie sind und wann Sie zurück sind.
- Handy geladen und in einer wasserdichten Tasche.
- Bei Nachtangeln zusätzlich Kopflampe mit Ersatzbatterien.
Für das Angeln vom Boot gelten je nach Gewässer eigene Sicherheits- und Ausrüstungsvorschriften. Informieren Sie sich vor Ort über die geltenden Regeln.